Wieso flashpacker Beitrag1

Warum der Backpacker zum Flashpacker wird

Flashpacker? Was dat denn??

Viele können mit dem Begriff Flashpacker noch nicht viel anfangen.Es ist doch ganz einfach. Die meisten Flashpacker waren jahrelang als Backpacker unterwegs. Haben in Dorms mit 7-11 anderen Budgetreisenden genächtigt oder sich die billigsten Hütten geteilt. Die Verpflegung bestand meist aus Streetfood und 7-eleven Fertigfutter. Von einem Ort zum anderen kam man mit dem billigsten Verkehrsmittel. Was meist in zig Stunden lange Zug- und Busfahrten ausartete.

Es war eine geile Zeit und ich möchte sie auf keinen Fall missen.

Aber:

Es passiert meist schleichend.
Irgendwann wirst auch du älter, bist im Alltagstrott gefangen und hast vielleicht einen Job, der dir, pro Jahr, ganze 3-4 Wochen reisen am Stück gestattet. Du schaffst es nicht mehr, dich jedes Jahr für mehrere Monate auszuklinken. Du hast vielleicht Kinder und musst dich nach der Ferienzeit richten und, und, und…
Sicherlich gibt es auch Menschen, die gleich als Flashpacker starten, ohne vorher einmal in einem Kakerlakenverseuchten Loch, ohne Fenster und mit ^^shared bathroom^^ gehaust zu haben aber, ich denke, das sind die Wenigsten.

Backpacker:

Backpacker Bett

Flashpacker:

Flashpacker Bett

Der Vorteil (aber auch der einzige):

 

Du musst deine Kohle nicht auf 3-4 Monate auslegen, sondern kannst sie komprimiert in 3 Wochen raushauen.
Und in diesen drei Wochen im Jahr, ja da willst du dir doch dann auch was gönnen. Du möchtest unbedingt, dass diese wenige Zeit auch “die schönste im Jahr”  wird und du hast einfach zu wenig Zeit, um zu experimentieren.

Schon mutierst du zum Flashpacker.

Pauschalreisen kommen für dich nicht in Frage. Irgendwo hast auch du deine Grenzen…
Du hängst noch immer sehr an deinem Backpackerleben und würdest deinen geliebten Rucksack niemals gegen einen Koffer oder Trolli tauschen.
Aber warum das Ganze nicht ein wenig komfortabler gestalten?
In Südostasien, zum Beispiel, kannst du dir wirklich, für relativ wenig Geld, ein tolles Leben gönnen.
In Bangkok bekommst du eine Hotel-Suite mit 70 Quadratmetern, und allem Schnickschnack für 40 Euro (zu zweit ist das ein Zwanziger pro Person). Ist das jetzt wirklich teuer?
Miete dir eine Wohnung oder ein schönes Haus mit Garten überall auf der Welt, zum Beispiel über Airbnb* oder 9flats*. Mit diesen zwei Anbietern habe ich mir schon die tollsten Unterkünfte zum Spottpreis gebucht. Ein Haus am Meer bekommst du zum gleichen Preis.

Backpacker:

Hütte Backpacker

Flashpacker:

Haus Flashpacker

Du mußt dazu übrigens nicht, mit 15 Kilo auf dem Buckel, vier Stunden durch Bangkoks Hexenkessel rennen. Nein, der Flashpacker bucht online, schon von Zu hause aus.

Dasselbe gilt für die Fortbewegung. Warum solltest du dich noch 12 Stunden in einen klapprigen Bus setzen (du kennst sie alle schon) oder dein Leben schon wieder in einem Minibus riskieren, wenn du für einen kleinen Aufpreis, auch in einer Stunde mit dem Flieger dort sein kannst? Bedenke, deine Zeit ist knapp bemessen!
Kennst du deine Route schon im Vorfeld, dann buche deine Flüge von Zuhause aus über Skyscanner* oder Momondo*. Dort kannst du dir direkt die günstigsten Termine und Airlines raussuchen (auch der Flashpacker schaut aufs Geld).  Das erspart dir auf Reisen eine Menge Nerven und Zeit.

Backpacker:

Bus Thailand

Beide:

Train Thailand

Flashpacker:

Flieger

In Sachen Ernährung unterscheiden sich Backpacker und Flashpacker jetzt nicht so sehr, denke ich. Der Flashpacker gönnt sich vielleicht, hin und wieder, einen Restaurantbesuch mehr oder kocht selbst (er hat ja ne Küche). Aber größtenteils lebt auch er von Streetfood.
Also ich zumindest.

Ob Flashpacker oder Backpacker,
das Futter fällt für beide gleich aus

Thaifood
Fruit
Thai Streetfood
Papaya Salad
Thai Soup
Thai Food

Statt einem Roller, darf es jetzt auch mal ein Mietwagen sein. Ich liebe das Rollerfahren, aber mit einem Auto im Urlaub bist du einfach unabhängiger vom Wetter. Egal, ob es 40 Grad hat oder in Strömen regnet. Klimaanlage, Scheibenwischer und ein Dach sind manchmal was feines. Gerade, wenn du weitere Entfernungen in der Regenzeit zurücklegen willst.

Backpacker:

Motorbike Thailand

Flashpacker:

Car Thailand

Insgesamt sind die Unterschiede zwischen Flashpackern und Backpackern gar nicht so groß. Der Hintergrund ist bei den meisten immernoch der gleiche. Beide wollen Länder und Leute erkunden. Abseits von den Touristenpfaden, etwas besonderes erleben, Gleichgesinnte kennenlernen und einfach nur eine geile Zeit haben.
Übrigens verstehen sich beide Seiten meist recht gut, solange es nicht um die Ausgaben geht.

 

Der gravierendste Unterschied zwischen den beiden:

 

Der Flashpacker hat meistens keine Zeit, und gleicht diesen Umstand mit ein bisschen mehr Luxus aus.

Der Backpacker hat meistens kein Geld (oder wenig), lebt aber viel weniger unter Zeitdruck.

Für mich ist der Hauptgrund für die Wandlung vom Backpacker zum Flashpacker:

 

“Zeit”

 

Schenke einem Flashpacker 3 Monate Zeit und er wird, in den meisten Fällen, wieder zum Backpacker werden.

Wenn du magst, erzähle mir doch die Geschichte, wie du zum Flashpacker wurdest.
Rein damit, in die Kommentare...

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2 Comments

  1. Coole Bilderstory!

    Flashpacker, die noch nie Backpacker waren, trauen sich meiner Erfahrung nach oft nicht an Garküchen. Der Backpacker hat gar keine Wahl 😉

    • Hey Florian,
      erstmal danke.
      Ja ich denke auch es ist ein ziemlich großer Unterschied zwischen Flashpackern und „Pauschal-reisenden mit Rucksack“.
      Im tiefsten Inneren ist jeder Flashpacker immer noch ein Backpacker. Ich habe auch große Lust einfach mal wieder „back to the roots“ zu reisen.

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